Unsere Reise

Wie es begann ...

 

Meine Aufzeichnung beginnt im Breeland. Vorher hatte ich weder die Zeit noch die Möglichkeiten unsere Reise zu dokumentieren. Mir fehlte die Zeit und auch die Ruhe dazu. Pausen machten wir kaum oder unsere zahlreichen Gegner und Aufträge zum Schutze der unbescholtenen Bürger nahmen unsere gesamte Zeit in Anspruch. Und doch wuchs in mir der Wunsch, der Welt etwas zu hinterlassen, unsere Taten jemanden mitzuteilen, unsere kleinen Zeichen in der Geschichte Mittelerdes.

Irgendwann einmal vielleicht liest jemand diese Zeilen, vielleicht ein Barde der unsere Geschichte vielleicht in die Welt hinausträgt, über die Grenzen Mittelerdes hinaus. Er wird singen von Helden die hinaus zogen um sich dem Hexenmeister zu stellen. Aber ich greife zu weit vor. Bis dorthin ist es noch ein weiter Weg, voller Gefahren und Abenteuern. Lest und erzählt unsere Geschichte. Auf das noch viele Abenteurer sich auf die Reise machen. Doch lasst mich erzählen was sich zutrug:

 

Unsere Aufträge der Bürger von Stadel führten ins hinein in die Mückenwassermoore, eine nasse und kalte Gegend. Wenn dort Nebel aufzog, konnte man sich schneller verlaufen als einem lieb war. Zum Glück konnte ich mich wie immer auf den guten Orientierungsinn meines Vaters verlassen, der uns zielsicher durch die Moore führte. Nachdem wir einige Billwisse dort getötet hatten, kehrten wir nach Stadel zurück, zu der Wache die uns diesen Auftrag erteilt hatte. Dort trafen wir wieder auf Tigardis. Am Tag zuvor hatten sich unsere Weg getrennt. Sie verblieb in Bree, hatte dort noch einig zu erledigen während uns der Weg bereits weiter führte. Ich freute mich sehr, das sie sich wieder uns anschloss. Wenn mein Vater und sie sich mal wieder wegen Kleinigkeiten in den Haaren lagen, gab es für mich immer etwas zu lachen, was die beiden meist alles andere als lustig fanden. Aber nun denn, wenn zwei sich streiten freut sich bekanntlich der dritte! Sagen das die Menschen so? Ich habe dieses Sprichwort irgendwo in Bree gehört. Verzeiht mir, wenn ich es nicht richtig wiedergebe.

Unser Weg führte uns in die Billwisslochruine. Auf die beiden Billwissoberhäupter hatten wir es abgesehen. Diese waren den Wachen in Stadel ein wahrer Dorn im Auge.

Die Ruine war gut geschützt, überall waren Wachen postiert. Einen Weg in eine solche Festung, auch wenn sie nur aus Zelten besteht ist eine Herausforderung. Und Billwisse sind sicher keine Gegner die man unterschätzen sollte. Gewitzt, hinterhältig und stürmen auf den Feind zu ohne wirklich darauf zu achten den Kampf zu überleben. Hauptsache sie reißen einen mit in den Tod.

Wir näherten uns leise und möglichst unauffälig einem der Eingange ihres Lagers. Während mein Vater sie von Nahem mit Schwert und Axt bekämpfte, schoss Tigardis ihre Pfeile aus der Ferne in die Gegnerwellen. Ich schickte Rondara, meinen treuen Bärenbegleiter mit an die Front und schickte ebenso meine Zauber hinein. Ein langer Kampf und doch siegten wir. Unbeirrt lichteten wir ihre Reihen, kämpften uns Meter für Meter durch ihr Lager, bis wir am Ende die beiden Oberhäupter fanden, Gurdâz und Gurzum. Wir erwarteten einen härteren Kampf als wir ihn vorfanden. Nach kürzester Zeit kehrten wir siegreich nach Stadel zurück.

Tigardis kehrte nach Bree zurück. Wollte dort ein wenig ausruhen. Die Schlacht hatte sie ein wenig angeschlagen, ihre Spuren in Form einiger Verletzungen hinterlassen. So ließen wir sie zurück, bewusst sie in Sicherheit zu wissen.

Von Stadel reisten wir weiter ins Bockland. uns war zu Ohren gekommen, das die dort lebenden Hobbits Probleme mit dem Alten Wald hatten. Erst als wir diesen betraten wurde uns das ganze ausmaß der Bedrohung bewusst. Es war still dort, viel zu still für einen Wald. Kein Vogel sang, keine Rauschen von Wind in Baumwipfeln. Ein seltsamer Nebel waberte durch den gesamten Wald, machte einen nervös, hinter jedem Baum erwartete man den Feind, jedes Knarzen, jedes Zweigknacken ließ einen aufschrecken. Ein weiterer Abenteurer lief uns in diesem Wald über den Weg, Ironwulf, ein elbischer Waffenmeister. Allein in diesem Wald hätte er nicht lange überlebt und so bat er uns sich uns anschließen zu dürfen. Da wir niemals jemanden zurücklassen stimmten wir zu. So setzten wir unsere Erkundungstour zu Dritt fort, bis wir schließlich die Ursache für die Unruhen im Wald fanden. Eine alte Eiche, verseucht durch das Böse hetzte die Tiere und die Pflanzen auf, verseuchte das Wasser. Uns blieb keine Wahl, wir mussten dem ein Ende bereiten. Ein kurzer harter Kampf, der uns alles abverlange an Kampfkunst und magischen Wissen udn wir gingen als Sieger hervor. Müde und erschöpft kehrten wir ins Bockland zurück. Ironwulf dankte für unsere Hilfe und verabschiedete sich. Vielleicht trifft man ihn ja mal wieder, die Reise ist lang. Wir kehrten in einem Gasthof ein und gönnten uns eine Ruhepause.  

 

 

Wir setzten unsere reise am nächsten Tag fort. Tigardis traf sich mit uns im Bockland. Da sie doch ein kleines Stück von Bree nach Bockland zu laufen hatte, holte mein Vater mal wieder seine Laute hervor und spielte eine längste vergessene Melodie alter Barden. Bis Tigardis zu uns stieß, lauschte ich seinen Klängen, was ein wenig Sehnsucht nach Daheim in mir weckte. Ein Waldläufer namens Lenglinn campierte nicht unweit von Bockland und Streicher, ein Waldläufer der in Bree sich aufhielt, hatte uns schon vor ein paar Tagen gebeten nach ihm zu sehen. Genau das taten wir nun. Wie sich herausstellte waren Nazgûl durch das Bockland gekommen auf der Suche nach dem Ringträger. Ein Hobbit, ... wer hätte erwartet das ein Hobbit der Wächter des Rings war? Lenglinn hatte versucht sich ihnen in den Weg zu stellen, war dabei verletzt worden. Auch er bat uns einige Dinge, die schnell erledigt waren. Eine Sache geht mir allerfing seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Einer der Waldläufer, Amdir war sein Name, war mit einer Morgulklinge verletzt worden. Danach hatte man ihn entführt und habe dabei den Verstand verloren erzählte man uns. Auf der Suche nach ihm störten wir eine Art Ritual. Man wolltte ihn zu einem Cargûl, einem schwachen Ringgeist denke ich, machen. Uns blieb keine Wahl, wir mussten ihn töten. Erschreckend das die Nazgûl zu so etwas fähig sind. Mit der schlechten Nachricht des Todes des Waldläufers kehrten wir zu Streicher zurück. Dieser schickte uns nach der Kenntniss über den Einfall der Nazgûl in Bockland zu Tom Bombadil, einem Waldgeist. In der Gestalt eines lustigen, nennen wir es Wichtel, bat dieser uns zuerst ein paar Lilien für seine Liebste zu besorgen, was doch meine Laune sehr erheiterte. Danach schickte man usn in die Hügelgräberhöhen, ein Friedhof. Auf solchen Feldern wird mir schwer ums Herz. Er erinnert mich immer an die Sterblichkeit der Menschen, ihre kurze Lebensdauer im Vergleich mit uns. Dort töteten wir die Rabenwächterin. Raben, ihre Augen verraten alles, sehen alles. Eine grausige Vorstellung.

Da wir nun schon in den Hügelgräberhöhen waren, begaben wir uns zu den Ruinen der Feste Gorthad. Ein Geist, der in Bree keine Ruhe fand, bat uns dort seinen Schildbruder zu befreien, dessen Geist von einem Knochenmann, wie er ihn beschrieb, gefangen war. Wir kämpften uns durch Massen von Untoten, Skeletten, Bargesht und Ratten und stellten uns dem Knochenmann. Als er fiel, sahen wir das wir nicht nur einem Geist sondern vielen die ewige Ruhe so geschenkt hatten.

Wir kehrten nach Bree zurück und berichteten dem Geist was sich zugetragen hatten. Seine Dankbarkeit fand kaum Grenzen und so schenkte er uns einen kostbaren Ring, den ich fortan in Ehren halten werde.

Langsam forderte der anstrengende Tag seinen Tribut und so suchten wir Ruhe und Erholung um neue Kraft zu tanken für die Dinge die da auf uns zukamen.